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Andere Länder und Kulturen,
Band 3: Asienreise mit der Queen Mary 2



Texte und Fotos: » François Maher Presley
Herausgeber: » David Eschrich


Der Band richtet sich an Personen aller Altersgruppen, die gern reisen, die schöne Abbildungen mögen, die sich für Kulturen anderer Länder und Völker interessieren und sich locker weiterbilden wollen.

Der Autor beschreibt hier die Teil-Weltreise der Queen Mary 2 von Dubai nach Hongkong, zusammen acht Stationen (Dubai/VAE, Kochi/Indien, Phuket/Thailand, Bangkok/Thailand, Penang/Malaysia, Kuala Lumpur/Malaysia, Singapur, Saigion/Vietnam, Hong Kong/China) sowie natürlich auch das Leben an Bord. Dabei fehlt es nicht an teilweise sehr komischen Beschreibungen, die die Gesamtdarstellung einer Reise auf der „Legende“ Queen Mary 2 vervollständigen.

1. Auflage 4.000 Exemplare, November 2011
2. Auflage 4.001-6.000 Exemplare, voraussichtlich September 2012

Hardcover, 164 Seiten, 21,5 x 115 cm, ca. 130 Fotos
Preis: 14,80 EUR
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Aus dem Inhalt

Während ein Herr mittleren Alters wegen einer erwarteten Auskunft auf einen Stuart wartet, wird er von einem Herrn höheren Alters in Shorts, Sportschuhen und T-Shirt gefragt: „Gehören Sie zur Mannschaft?“ „Nein!“ „Sie sehen aber gut gekleidet aus.“

Antwortet der Betroffene: „Sehr gut. Wäre ich gut gekleidet, wäre ich ein Teil der Mannschaft.“

...

Eine ältere deutsche Dame beklagt sich auf gebrochenem Englisch darüber, dass jemand anderes seine Sportschuhe in den selben Trockner zum Trocknen eingeworfen habe, in dem sich auch ihre mit blauen Blumenmotiven dekorierte Seidenbluse befunden hat, weswegen es bei dieser nun zu einer Verfärbung gekommen sei. Dieses Problem hätte sie laufend, erst gerade vor vier Jahren, als sie das letzte Mal an Bord der Queen Mary 2 ihre Wäsche gewaschen habe.

Daraufhin mischt sich ein Herr in die Suche nach dem englischen Begriff für Trockner und die wieder und wieder vorgebrachte Klage ein: „Nehmen Sie das zum Anlass, meine Liebe, und wechseln Sie die Waschküche.“

...

Zwei Damen aus Deutschland sowie ein jüngerer Herr sitzen über mehrere Stunden in einer der zahlreichen Bars bei einem und mehr Drinks und schauen auf das Meer hinaus. Bei der älteren Dame handelt es sich um eine Baronin aus einem bekannten deutschen Adelshaus, bei der jüngeren Dame um die Ehefrau eines Hamburger Unternehmers. Es entwickelt sich über Stunden eine Konversation.

„Gnädige Frau, haben Sie früher schon einmal eine Seereise unternommen?“ „Ja.“

Einige Zeit später fragt der junge Herr weiter:
„Und war der Anblick des Meeres schon damals so grau?“ „Ja.“

Noch viel später: „Und so endlos?“ „Ja.“

Die Unternehmer-Gattin bestellt einen Champagner nach dem anderen und kommentiert das Gespräch und die Aussichten leicht beschwipst: „Wie langweilig.“

Die Baronin mit einem abfälligen Blick:
„Kindchen, Langeweile ist die Beschäftigung der Vornehmen.“

...

Abend für Abend treffen sich einige Personen, um eine Zigarre, einen
Zigarillo oder auch nur eine Zigarette zu genießen im „Commodore Club“. Ein in indische Garderobe gekleideter und mit entsprechenden farblichen Merkmalen auf seiner Stirn geschminkter älterer Herr, dessen große Füße nur schwer in die perlenbestickten offenen Schühchen passen, aus Ohio stammend, seine Eltern ehedem aus München, und der sich als Wortführer der häufig gleichen Gruppe versteht, wird nach der Begrüßung des nun eintretenden Herren mittleren Alters befragt:

„Leben Sie denn in Ohio?“
„Nein! Ich reise um die Welt. Was machen Sie hier?“
Antwortet der neue Gast: „Ich reise auch.“
„Aber zum Um-die-Welt-Reisen muss man alt und reich sein, so wie ich.“ „Nein!“, kontert der Jüngere, „Nur reich.“


Rezension

Buchtipp: Asien mit der Queen Mary

Der Untergang der Concordia und die an Bord zuvor herrschenden Zustände sind seit Tagen im Mittelpunkt der Berichterstattung und zeigen ein neues, für viele nicht vermutetes Bild der überall gepriesenen Luxusliner.

François Maher Presley unternahm in 2010 eine Reise mit der Queen Mary 2, dem wohl berühmtesten Luxusliner der Welt. In dem Band "Andere Länder und Kulturen, Band 3, der Ende 2011 erschien, beschreibt er ehrlich, zum Teil komisch, aber immer auch interessant nicht nur die angelaufenen Häfen und Städte, sondern insbesondere das Leben und die Zustände an Bord, die Passagiere und auch das Personal. Dabei vergisst er nicht, kritisch den Hintergrund des Erlebten zu beleuchten und ein Bild von der Zeit an Bord zu zeichnen, das ganz sicher wenig mit den Träumen der vielen Fans der Kreuzfahrerei zu tun hat.

Ein kurzes Zitat kann den Schreibstil des Wellingsbüttlers, der früher viele Jahre als Manager des Forum Alstertal arbeitete, gut wiedergeben: "Die Passiere haben kaum Zeit, Platz zu nehmen, während das Personal bereits beginnt, die Speisekarten zu reichen und sofort nach der Getränkebestellung zu fragen. Ein entspanntes Speisen ist schon allein deswegen nicht möglich, spätestens scheitert es an der Qualität der Gerichte. Es gelingt kaum, auch nur en heiß oder warm erwartetes Gericht entsprechend zu servieren, die meisten Hauptgänge kommen lauwarm oder kalt beim Gast auf den Tisch, was mit der Entfernung der Küche begründet wird, soweit ein Kellner überhaupt noch nach einer freundlichen Erklärung ringt." Alster-Anzeiger, Hamburg, 2. Jan. 2012

Guten Tag Herr Presley,
in der Annahme, dass es Ihnen gut geht, möchten wir uns mal wieder aus dem Schwabenländle melden.

Bei uns ist soweit alles im grünen Bereich. Im vergangenen Februar und Oktober waren wir für jeweils 14 Tage in Andalusien zum Golfen.

Eine Schiffsreise haben wir seither noch nicht geplant und jetzt kommt´s: Seit etwa einer Woche sind wir im Besitz Ihres Bandes über die QM2. Mein lieber Herr Presley, mit denen reden bzw. schreiben Sie Fraktur. Da sind wir total von den Socken, und fast überall haben Sie recht. Wir wundern uns doch sehr, dass die Cunard Reederei Ihren Band im Internet anpreist, bei dieser heftigen Kritik. Die Bilder sind natürlich grandios, da muss man sich dafür bedanken. Also kurzum: die nächste Seereise werden wir uns noch sehr überlegen (etwa die 12.).

Nun, lieber Herr Presley, sein Sie ganz herzlich gegrüsst, ebenso auch Ihr Herausgeber David Eschrich. Robert und Roswitha Ihle

Andere Länder und Kulturen (ganz): Sehr charmant geschrieben. Da werde ich auch sicherlich im Vorwort auf einige Aspekte einfließen lassen, nämlich z. B., dass Sie bei aller Bewunderung oder Andacht für die vielfältigen Kultureindrücke in den bereisten Ländern nicht, wie viele Kult(o)uristen, beim "erhabenen Schauen" und Nachschmecken des Exotischen stehen bleiben, sondern die fremden Welten auch durchaus sozialkritisch, bisweilen scharf, sowohl gegen andere, den Mainstream-Geschmack echotenden Bildbänden als auch der deutschen Kuschelromantik des Kleinbürgertums kontrastierend, dabei durchaus nicht polemisch, in Worten zeichnen - das fordert mich insofern zu näherer Beschäftigung heraus. Dr. Matthias Rauert, Herausgeber und Verleger, Ungarn

Sehr geehrter Herr Eschrich!

Für Ihr Buch über die Rundreise mit dem Obertraumschiff QUEEN MARY 2 bedanke ich mich sehr. Es ist geradezu spannend, informativ und witzig zu lesen, wie der von einer geschickten PR aufgebaute Mythos entzaubert wird.

Ich habe mich immer gewundert, wie es der geballten Illusionsmacht der Medien, angefangenen mit NDR 2 und dem Hamburger Abendblatt, gelungen ist, Hunderttausenden einzureden, sie lebten nicht richtig, wenn sie sich nicht im Angesicht der QM2 mit Würstchen vollstopfen und mit Bier zuschütten würden, möglichst vor der Bühne von NDR 2.

Das Schiff erinnert äußerlich an die Tradition der Cunard Line und ist in seiner Größe und Formschönheit beeindruckend. Im Inneren war es aber von Anfang an nach der Philosophie der amerikanischen Karibik Line konzipiert. Kleine bis spärliche und auch farblich wenig ansprechende Kabinen. Wie die Kreuzfahrer der Klasse Sovereign of the Seas etc. Die – meist amerikanische – Zielgruppe von Touristen soll sich in den Kabinen nicht allzu wohl fühlen, sondern das nach Bezahlen der Passage verbliebene Geld zwischen Louis Armstrong, Marilyn Monroe und Palmen aus Plastik ausgeben, verspielen, versaufen und die üblichen Mitbringesel aus den Zielhäfen ohne Landgang in den – teuren – Bordshops erwerben.

Als begeisterter Frachterfahrer vertrete ich natürlich alle Vorurteile, die man gegen die Massen-Kreuzfahrer haben kann. Ich bin deshalb niemals mitgefahren, hatte aber die Gelegenheit, einige intensiver zu besichtigen. Grauslich. Es mag sein, dass Service und Organisation in den letzten zwei Jahren noch schlechter geworden sind. Aber wirklich große Augenblicke waren auch vorher schon vor allem die Einlaufmanöver, bei denen man sich, an der Relig stehend und winkend, von gutgläubigen Zuschauern bewundern und beneiden lassen konnte oder Angehörige und Freunde von mitreisenden sich durch Hochheben von Begrüßungstransparenten aus der Masse unprivilegierter Zuschauer elitär abzuheben vermochten...

Aber nicht nur die pointierte Beschreibung des Schiffsalltags, sondern auch die der besuchten Häfen und Regionen ist überzeugend. Ein höchst gelungenes und intelligentes Buch.

Die Lesbarkeit würde allerdings deutlich verbessert werden, wenn der Verfasser sich entschließen könnte, seine zum Teil endlos langen Sätze aufzulösen. Acht bis zehn Zeilen lange Sätze, vollgestopft mit Nebensätzen, Gerundien und Gerundiven, komplizierte Schachtelsätze statt einfacher Hauptsätze mit ein bis zwei Nebensätzen haben manchmal sogar den Verfasser den Faden verlieren lassen.
Für jede Aussage ein Hauptsatz, allenfalls zu dessen Erläuterung ein bis zwei Nebensätze. Dann neuer Hauptsatz. Verständlichkeitsziel: S-Bahn 2. Klasse, im Stehen gelesen und auf Anhieb verstanden.

Nichts für ungut. Aber dieses so erfreuliche Buch verdient auch sprachliche Perfektion, besser Vereinfachung, um es auch denjenigen Lesern nahe zu bringen, die dem Lesen – leider – etwas entwöhnt sind. Dabei sollte die witzige und scharfzüngige Beschreibung auf jeden Fall erhalten bleiben, nur eben aufgeteilt in kürzere Sätze.

Das Buch ist so spannend, dass ich, als ich es nur durchblättern wollte, mich bis Dubai fest las. Dann hatte ich einen Termin. Aber an einigen Stellen musste ich mehrfach lesen, um die Sätze aufzulösen und den Inhalt voll zu erfassen, worauf ich auf keinen Fall verzichten wollte.

Mit noch einmal herzlichem Dank für das äußerst lesenwerte Buch und freundlichen Größen wünsche ich Ihnen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein glückliches, gesundes und geschäftlich erfolgreiches neues Jahr Dr. Arno Weinert, Generalstaatsanwalt a.D. Hamburg